Corona Home-Office: Für Trader schon Alltag + 4 Tipps

Bild: Dillon Shook/Unsplash

Wird “Home-Office” das Unwort des Jahres 2020? Wir wissen es nicht. Doch eins ist klar: Das Thema ist nun jedem Angestellten bekannt. Auch Beamte wissen nun davon. Ja, wir können unsere Büro-Tätigkeit auch zu Hause durchführen und müssen dafür nicht ins Büro fahren. TV-Sendungen, Zeitschriften, Magazine, Podscast und Blogs: Alle reden nun über das Home-Office. Sie geben Anleitungen heraus wie “dieses Home Office” funktioniert, stellen Tipps zusammen für ein produktives Arbeiten im Home Office und stellen Fotos von Mitarbeitern aus dem Home-Office online.

Klimaretterin Greta kann die Verbesserungen bereits riechen. Keine Fahrten mehr mit dem Auto zum Büro, die öffentlichen Verkehrsmittel fahren seltener und viele Geschäfte haben geschlossen und verbrauchen somit keine Energie mehr. Scheinbar hat die Welt gerade eine Lösung gefunden um nebenbei das Klimaproblem zu lösen. Oder doch nicht?

Und was sagen wir Trader dazu? Wir denken uns: “Wow. Herzlich willkommen in unserer Welt!”

Trader Home-Office

Wir als Trader oder Investor arbeiten schon seit vielen Jahren vom Home-Office aus. Für unsere Tätigkeit brauchen wir nicht zwingend ein Büro. Uns reicht ein Schreibtisch, viele(!) Monitore, ein Computer und ein Konto bei einem Broker. Einige gehen sogar noch weiter und machen alles vom Smartphone bzw. Tablet aus. Echtes Daytrading (Scalping, Swing-Trading, NewsTrading, …) stelle ich mir jedoch sehr schwierig vom Tablet oder Smartphone aus vor.

Tipps für profitable Trades im Home-Office

Ob wir im Home-Office traden oder sonstige Tätigkeiten durchführen macht keinen großen Unterschied. Bei allen Tätigkeiten müssen wir uns auf einige wesentliche Punkte konzentrieren. Ansonsten sind wir nur den ganzen Tag auf YouTube unterwegs und führen keine Trades aus.

Tipp 1) Sorge für Akzeptanz im Umfeld

Wenn wir zu Hause rumsitzen, dann können wir ja auch kurz mal in der Küche helfen, mit dem Kind spielen, eine Glühbirne wechseln usw. Nein, können wir nicht! Wir müssen unserem Umfeld klar machen, dass wir arbeiten. Nur weil wir zu Hause sind, bedeutet es nicht dass wir nicht arbeiten. Dabei meint es unser Umfeld gar nicht böse. Sie kennen das Modell “Home-Office” wahrscheinlich einfach nicht. Daher sollten wir im Vorfeld klar kommunizieren, dass wir nicht ansprechbar sind und wir unsere Konzentration brauchen.

Tipp 2) Plane deinen Trading-Tag

Nicht nur selbständige oder Unternehmer sollten ihren Arbeitstag im Vorfeld planen. Auch Trader sollen sich für den Tag vorbereiten und klare Ziele haben. Stehen heute wichtige Termine (News) an? Ist heute ein Verfallstag? Stehen einzelne Märkte an “Big Numbers” (zum Beispiel beim DAX die 10.000)?

Auf das alles sollten wir vorbereitet sein!

Tipp 3) Habe immer deinen Trading-Plan vor Augen

Neben der Vorbereitung für den Tag sollte auch dein allgemeiner Trading-Plan immer auf deinem Schreibtisch (digital oder analog) liegen. Wieviel Geld darfst du maximal pro Trade verlieren? Maximaler Tagesverlust? Welche Assets handelst du? Welche Strategien handelst du?

Das Thema “Du brauchst einen Trading-Plan und halte dich daran!” steht in jedem Buch, in jedem Forum und in jeder Zeitung. Aber es ist auch wichtig!

Tipp 4) Blende andere Meinungen aus

Du verfolgst deine Handelsstrategie und hast gerade eine Tradinggelegenheit gefunden. Alle Regeln von deiner Handelsstrategie sind erfüllt und der Trade kann starten. Doch dann liest du dir ein paar Foren durch, bist in ein paar Facebook-Gruppen unterwegs und schon ist deine Meinung umgestimmt. Alle schreien “Crash!!!” und du willst aber eigentlich eine Long-Position aufbauen. Und schon bist du verunsichert und lässt den Trade aus. Du hast deine eigenen Trading-Regeln gebrochen: Die Strategie wurde nicht strikt umgesetzt.

Trading im Home-Office
Trading im Home-Office

Große Gefahr!

Zu Hause im Home-Office lauert eine große Gefahr die dafür sorgt, dass wir regelmäßig und oft unser gesamtes Trading-Konto gegen die Wand fahren und einen Totalverlust erleiden.

Das große Problem: Wir sind alleine!

Es interessiert keinen wenn wir uns stark überhebeln. Wir können zocken, unsere Strategie über Board werfen (wenn wir denn eine haben), das Volumen erhöhen, andere Werte handeln uvm. Wir müssen uns einfach vor keiner Person bzw. Instanz dafür rechtfertigen. Klar, es ist unser Geld. Aber dann auch unser Problem.

Die Gefahr liegt hier gar nicht speziell im Home-Office. Es lieget eher daran, dass wir alleine am Markt unterwegs sind. Hier ist es ratsam, sich mit einem Trading-Freund auszutauschen. Jeder schaut regelmäßig auf das Konto vom anderen Trader. Und schon haben wir immer im Hinterkopf, dass uns jemand beobachtet und ggf. auf die Finger haut.

Wenn wir noch einen Schritt weitergehen wollen, dann geben wir unserem “Trader-Freund” unseren Risikoplan an die Hand. In diesem Plan sollten wir festhalten, wieviel ich mit jedem Trade riskieren darf und was ich maximal am Tag verlieren möchte. So trainieren wir uns und unseren Trading-Freund dazu, sich an die Regeln zu halten. Und das obwohl wir es eigentlich nicht müssten.

Klingt zu einfach. ist aber einfach nützlich!