Fake-Broker: Ermittler nehmen Betrugsnetzwerk hoch

Ein Betrugsnetzwerk aus gefälschten Broker-Seiten wurde ausgehebelt. Zahlreiche Personen wurden festgenommen und Gelder in Millionenhöhe konnte sichergestellt werden.

Fake-Broker

In einer gemeinsamen Aktion von Ermittlern aus Deutschland, Österreich, Bulgarien und Serbien wurden zwei Netzwerke hochgenommen. Laut dem Handelsblatt fand die Aktion bereits letzte Woche Donnerstag statt. Mehrere Personen wurden festgenommen, Gelder in Millionenhöhe sowie Wohnungen und Autos sind beschlagnahmt worden. Unmittelbar nach der Aktion gegen das Betrügernetzwerk konnten mehrere Betrugsplattformen abgeschaltet werden.

Das Netzwerk baute Webseiten auf um Kunden zu ihren vermeintlichen Brokern zu locken. Sie gaben an, reguliert und lizenziert zu sein. Dabei waren sie das nicht. Sie bauten “Broker-Marken” auf wie OptionStarsGlobal, XTraderFX oder SafeMarkets. Das Ziel: Das Kapital der Kunden. Sie lockten Trader an und bewegten sie dazu, ein Trading-Konto zu eröffnen und es zu kapitalisieren. Damit die Trader auch gar nicht vergessen was sie machen sollen, wurde hier ebenfalls ein Call-Center aufgebaut. Sie sorgten dafür, dass die Kunden die “Konten” eröffneten und Geld einzahlten.

Und der Schaden? Der Schaden liegt bei mehr als 100 Millionen Euro!

Wie können wir uns schützen?

Auch die Verbrecher schlafen nicht! Die Webseite alleine wird den Betrüger und sein Fake-Broker nicht verraten. Diese sind in der Regel sehr professionell aufgebaut und erscheinen in einem modernen Design.

Auf folgende Punkte sollten wir achten:

Regulierende Behörde
Ist der vermeintliche Broker wirklich bei der Aufsichtsbehörde registriert oder reguliert? Wenn es sich z.B. um einen Broker aus Zypern handelt (wie z.B. GBE brokers), dann muss der Broker an seinem Unternehmenssitz reguliert sein. In diesem Falle die CySec. Wenn der Broker dann auch noch in Deutschland aktiv ist und deutsche Kunden anspricht, dann muss er hier bei der BaFin registriert sein. Dies kann man online bei den jeweiligen Regulierungsbehörden prüfen.

Dr. Google befragen
Eine einfache Suchanfrage zu “Broker XYZ Erfahrungen” bringt einem schon sehr viele Informationen. Wird hier vor Betrügern gewarnt? Wird er unabhängig empfohlen? Ist er in der Öffentlichkeit (z.B. auf Messen) vertreten? Achtung: Hierbei bitte nicht auf Fake- oder gekaufte Bewertungen reinfallen. So wie auch eine einzelne negative Erfahrung nichts über den Broker aussagt.

Unser Bauchgefühl – Der berühmte erste Eindruck
Manchmal warnt uns schon unser Bauchgefühl. Werden wir dazu gedrängt Einzahlungen zu tätigen? Verspricht man uns eine sichere Rendite? Will man uns Trades “in den Mund legen”? Dann: Finger weg!

Quelle: https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/illegale-trading-seiten-ermittlern-gelingt-schlag-gegen-betrugsnetzwerk-anleger-um-mehr-als-100-millionen-euro-gebracht/25722476.html